11. Auf dem Meer

Der Mann sitzt ganz allein in seinem Boot, die Sonne geht unter, der Himmel ist rot.

Er war nicht immer allein, da war eine Dame, er küsste sie sanft, und nahm sie in seine Arme.

Er sitzt im Boot mit einem kalten Blick und weiß genau, es gibt kein Zurück.

Langsam sinkt ihr Körper dahin und der Mann hat nur noch eins im Sinn:

Was hab ich getan, was hab ich getan?

 

 

Und er fährt hinaus aufs Meer, ihrer Seele hinterher.

Doch er wird sie niemals kriegen, denn sie ist gerade am Fliegen,

dem roten Himmel entgegen.

 

 

Die Dame war etwas prüde, und wollte nicht, er sah ihr flehend ins Gesicht.

Doch dann geschah das, was niemand wollte, was sein Leben für immer ändern sollte.

Er nahm ein Messer und stach hinein, in die Frau, denn sie wollte nicht Seine sein.

Jetzt ist sie tot, das Wasser wird rot.

 

 

Und er fährt hinaus aufs Meer, ihrer Seele hinterher.

Denn er hat jetzt festgestellt, dass sie ihm viel zu sehr gefällt.

 

 

Und das Meer ist ziemlich groß, und die Seele schwerelos.

Er wird sich niemals mehr befreien, aus seiner Schuld, aus seiner Pein.

 

 

Und er fährt hinaus aufs Meer, ihrer Seele hinterher.

Und im Nebel des Abendrot, fährt der Mann in seinen Tod.

Text: Petersen

Musik: Petersen